Unerfüllter Kinderwunsch: Die Gelbkörperschwäche

Die Gelbkörperschwäche: Sie ist eine der häufigsten Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches. In der Medizin wird sie Lutealinsuffizienz genannt und ist eine Funktionsstörung der Eierstöcke. Der Gelbkörper, der normalerweise nach dem Eisprung in den Eierstöcken gebildet wird, kann im Falle der Lutealinsuffizienz nicht ausreichend entwickelt werden.

Als Antwort darauf wird zu wenig Progesteron gebildet. Progesteron ist jedoch essenziell, wenn es um die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut geht. Zu wenig des Hormons bedeutet, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend aufgebaut wird und es deshalb gar nicht erst zu einer Einnistung kommt bzw. ein Abort in den ersten Wochen der Schwangerschaft wahrscheinlich ist. 

Symptome: Woran erkenne ich eine Gelbkörperschwäche?

Ein unregelmäßiger Zyklus ist ein wichtiges Symptom. Für gewöhnlich hast du bei Progesteronmangel eine verkürzte zweite Zyklusphase. Die Phase nach deinem Eisprung beträgt also weniger Tage als gewöhnlich. Das lässt sich am besten anhand deines Zykluskalenders nachvollziehen: Wenn du weniger als acht bis zehn erhöhte Temperaturwerte verzeichnen konntest, ist deine zweite Zyklushälfte vermutlich verkürzt.

Weitere Symptome sind Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte, ein zu langsamer Anstieg der Temperatur oder auch starke PMS-Symptome, Geschwulste der Gebärmutter, Zysten und Blasenschwäche. Um sicher zu gehen, ob du wirklich einen Progesteronmangel hast, frage am besten deinen Arzt nach einem entsprechenden Blut- oder Speicheltest. 

Woher kommt die Gelbkörperschwäche – und wie werde ich sie wieder los?

Es gibt verschiedene Gründe für eine Gelbkörperschwäche und den daraus resultierenden Progesteronmangel. So können das PCO-Syndrom, das Post-Pill-Syndrom aber auch verschleppte Infekte, Störungen der Nebennieren, der Schilddrüse, der Leber, des Darms und der Bauchspeicheldrüse ebenso schuld sein, wie das Einsetzen der Wechseljahre.

Aber kein Grund zur Panik – auch mit einem diagnostizierten Progesteronmangel kannst du schwanger werden. Zunächst kannst du es mit natürlichen Helfern versuchen. Viele Frauen haben gute Erfahrungen mit Mönchspfeffer gemacht, andere schwören auf die Wirkung der Yamswurzel. Die Yams+ Kapseln von Ovy beispielsweise helfen durch die progesteronähnliche Substanz Diosgenin dabei, die zweite Zyklushälfte zu stabilisieren. Sollten natürliche Mittel nicht helfen, kann es in manchen Fällen nötig sein, auf künstliche Östrogene bzw. eine Progesteroncreme zurückzugreifen.