Was ist Yams, wie nehme ich es ein und welche Wirkung kann ich erwarten?

Die Yamswurzel (wiss. Dioscorea) ist eine Pflanze, die aufgrund ihrer Wirkung häufig auch als „Frauenpflanze“ bezeichnet wird. Von amerikanischen Ureinwohnern wurde Yams sogar schon als Verhütungsmittel eingesetzt. Diese Wirkung ist heute mehr als umstritten, die Yamswurzel war jedoch tatsächlich 1942 die Vorlage für die erste Form der Anti-Baby-Pille. 

Die Geschichte der Yamswurzel 

Grundsätzlich handelt es sich um eine Nutzpflanze. Es gibt bis zu 800 unterschiedliche Arten der Yamswurzel, was die oft unterschiedliche Optik erklärt. Yams ist überwiegend in den Tropen zu finden, in Europa existieren nur zwei Arten. Die Tradition der Yamswurzel liegt in Asien und Südamerika.

In den Ursprungsländern wird sie oft als Grundnahrungsmittel und Heilpflanze verwendet, hierzulande wird die Wurzel selten frisch angeboten und existiert deshalb meistens nur als Fertigprodukt. Der Geschmack lässt sich mit dem von Kartoffeln oder Esskastanien beschreiben. Im rohen Zustand enthält die Wurzelknolle jedoch toxische Bestandteile und ist somit giftig. Deshalb sollte sie nur gekocht und zubereitet verzehrt werden. 

Yamswurzel als Heilmittel

In der chinesischen Medizin wird Yams gegen hormonelle Störungen bei Frauen eingesetzt. In der Wurzel steckt nämlich Diosgenin, das eine strukturelle Ähnlichkeit mit dem körpereigenen Geschlechtshormon Progesteron besitzt. Mit der Yamswurzel kann also einer Östrogendominanz entgegengewirkt werden, die folgende Auswirkungen haben kann: 

  • Zyklusstörung 
  • Prämenstruelle Syndrom (PMS)
  • Unerfüllten Kinderwunsch 
  • Förderung von Endometriose 
  • Entstehung einer Hashimoto-Thyreoiditis

 

Yams gegen PMS

Die Pflanze enthält viele Vitamine und Mineralien, wie Vitamin B, C, Zink, Kupfer und Eisen. Durch die Nährstoffkombination kann die Yamswurzel bei prämenstruellen Beschwerden (PMS) helfen. Eine Östrogendominanz kann die Ursache von Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Krämpfen oder auch einem Spannungsgefühl in den Brüsten sein. Durch das enthaltene Diosgenin in der Wurzel wird der Hormonhaushalt ausgeglichen. 

Yams in der Schwangerschaft

Yams kann in manchen Fällen auch in der Schwangerschaft eine unterstützende Wirkung haben, sowie Übelkeit und Wassereinlagerungen vorbeugen. Jedoch sollte vor dem Verzehr mit einem Arzt gesprochen werden, um ungewollte Nebenwirkungen während der Schwangerschaft zu vermeiden. Nebenwirkungen wie Hautrötungen oder Müdigkeit sind auf eine zu hohe Dosierung zurückzuführen.

Yams in der Menopause

Auch bei Wechseljahrsbeschwerden ist Yams ein beliebtes Mittel. Während der Wechseljahre entsteht eine Östrogendominanz und das Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron ist gestört. Um einer Östrogendominanz entgegenzuwirken, wird Yams eingenommen. Kurz vor der Menopause, wenn die Zyklen seltener werden, kann die Yamswurzel durchgehend eingenommen werden, um zum Beispiel Hitzewallungen oder Schlafstörungen zu verringern. 

Wann sollte Yams eingenommen werden?

Zu beachten ist, dass die Kapseln nicht den gesamten Zyklus eingenommen werden sollten. Wir empfehlen Frauen täglich eine Kapsel Yams in der zweiten Zyklushälfte ab dem Eisprung (Zyklusmitte) bis zum Einsetzen der Regelblutung einzunehmen.

Yams gibt es in verschiedenen Formen rezeptfrei zu erwerben: Kapseln, Creme oder Vaginalgel.