Basaltemperatur: Richtig messen und Eisprung berechnen

Was genau hat die Basaltemperatur mit den fruchtbaren Tagen zu tun? Wie misst man sie und was heißt überhaupt “Basal”? Wir haben die Antworten!

1. Was ist die Basaltemperatur überhaupt?
Wenn der Körper ruht, sinkt seine Temperatur auf ihr Minimum und erreicht die Basis. Davon leitet sich die Bezeichnung “Basaltemperatur” ab. Am niedrigsten ist sie, während wir schlafen und direkt nach dem Aufwachen. Deshalb heißt sie häufig “Aufwachtemperatur” genannt wird. Sie steigt wieder an, sobald wir morgens aus dem Bett krabbeln.

2. Und was hat das dem Zyklus zu tun?
Die Aufwachtemperatur des Körpers ändert sich bei Frauen, sobald ein Eisprung stattfindet, bedingt durch das Gelbkörperhormon Progesteron, das der Körper bildet, um die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. In der ersten Hälfte des weiblichen Zyklus, vom Anfang der Periode bis zum Eisprung, ist die Temperatur etwas niedriger als in der zweiten Zyklushälfte. Am Tag des Eisprungs ist die Temperatur besonders niedrig, danach steigt sie um 0,2 bis 0,5 Grad an.

3. Ist es also möglich, die fruchtbaren Tage damit zu erkennen?
Wer täglich die Basaltemperatur misst und festhält, erhält eine Temperaturkurve und kann durch den darin sichtbaren Temperaturunterschied eingrenzen, wann der Eisprung stattfindet. Und wer seinen Eisprung kennt, kennt seine fruchtbaren Tage: Die Eizelle kann nach dem Eisprung etwa 12 bis 24 Stunden lang befruchtet werden. Da Spermien im weiblichen Körper bis zu fünf Tage überleben können, haben Frauen pro Zyklus fünf bis sechs fruchtbare Tage, die etwa zwei Tage vor dem Eisprung beginnen. Die Termperaturmethode ist erst nach ein paar Zyklen aussagekräftig – je mehr Messungen und je mehr Zyklen, desto genauer lässt sich der Eisprung eingrenzen.

4. Wie kann man die Basaltemperatur messen?
Die Temperatur sollte immer an derselben Körperstelle gemessen werden. Sie muss täglich immer zur selben Zeit gemessen werden, morgens direkt nach dem Aufwachen, noch vor dem Verlassen des Bettes. Wichtig für eine aussagekräftige Messung ist, dass man jede Nacht mindestens sechs Stunden schläft, am besten immer ungefähr zur selben Zeit. Krankheit, starker Alkoholkonsum oder unregelmäßige Schlafenszeiten (z. B. durch Schichtdienst oder durchgetanzte Nächte) können die Messung verfälschen.