Periode, Spotting, Zwischenblutung - wo ist der Unterschied?

Die Regelblutung entsteht durch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, der dazu dienen soll, dass eine Befruchtung stattfinden kann. Wird die gereifte Eizelle nicht befruchtet, wird die Gebärmutterschleimhaut durch die Regelblutung wieder abtransportiert. Monatsblutung, Regelblutung, Periode – diese trägt viele Namen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Blutungsarten mit unterschiedlichsten Ursachen.

Regelblutung 

  • Die Periode findet zyklisch im Schnitt alle 21-35 Tage statt und dauert fünf bis sieben Tage.
  • Zu Beginn wenig Blut, ab dem zweiten Tag meist stärker und zum Ende wieder weniger
  • Dunkelrot bis bräunlich, gewöhnlich durchzogen von kleinen Schleimstücken

Abbruchblutung 

  • Entsteht durch Hormonentzug durch zu wenig Östrogen und Progesteron, zum Beispiel in der Pillenpause
  • Die Gebärmutterschleimhaut kann aufgrund des Hormonentzugs nicht gehalten werden und wird abtransportiert
  • Findet periodisch statt, während der sieben Tage der Pillenpause
  • Dauert drei bis sechs Tage
  • Weniger Blut, als ohne Pille
  • Rot bis dunkelrot und flüssiger, als natürliche Regelblutung

Zwischenblutung 

  • Taucht außerhalb oder zusätzlich zur normalen Regelblutung auf
  • Oft sind es Schmierblutungen, manche sind aber auch stärker
  • Tauchen sie regelmäßig auf, kann Östrogenmangel der Grund sein
  • Treten sie eher unregelmäßig auf, kann auch eine Erkrankung die Ursache sein
  • Dauern unterschiedlich lang
  • Kann sehr gering bis sehr stark sein
  • Farbe und Konsistenz sind unterschiedlich

Schmierblutung

  • Wird auch Spotting genannt
  • Kann vor oder nach dem Eisprung stattfinden
  • Kommt durch unterschiedliche Einflüsse zustande
  • Entsteht meist durch eine hormonelle Dysbalance
  • Dabei lösen sich kleinste Teile der Gebärmutterschleimhaut

Ovulationsblutung

  • Entsteht durch leichten Östrogenentzug nach dem Eisprung
  • Ist für gewöhnlich unbedenklich
  • Dauert ein bis drei Tage
  • Es kann an einem Progesteronmangel/einer Gelbkörperschwäche liegen
  • Tritt diese Art der Blutung häufig auf, solltest du einen Arzt um Rat fragen

Einnistungsblutung 

  • Entsteht, wenn eine befruchtete Eizelle die Gebärmutterschleimhaut leicht verletzt
  • Findet circa fünf Tage nach Befruchtung der Eizelle statt
  • Dauert nur maximal zwei Tage
  • Lediglich einige hellrote, dünnflüssige Tropfen

Kontaktblutung

  • Kann beim Sex durch anatomische Gegebenheiten oder eine Behandlung beim Frauenarzt entstehen
  • Entsteht direkt nach oder während der Penetration
  • Dauert meist nur einige Stunden
  • Ist hellrot und dünnflüssig
  • Wer häufiger oder längere Kontaktblutungen hat, sollte einen Arzt aufsuchen

Dauerblutung 

  • Kann nach dem Absetzen der Pille, durch Stress oder eine Erkrankung wie eine Grippe entstehen
  • Auch Myome in der Gebärmutter, eine Gebärmutterentzündung oder Endometriose können der Grund sein
  • Tritt auch im Kontext der Wechseljahre auf
  • Dauert sehr lang, um die zwei bis drei oder auch mehrere Wochen
  • Die Blutungen können schwach aber zeitweise auch stark sein
  • In jedem Fall solltest du einen Arzt kontaktieren, wenn du eine Dauerblutung bemerkst

Die Periode sowie mögliche Zwischenblutung oder Schmierblutung können in der Ovy App dokumentiert werden. 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Blut aufzufangen. An sehr schwachen Blutungstagen reicht manchmal sogar eine Slipeinlage, an etwas stärkeren Tagen kannst du beispielsweise zu Binden, einer Menstruationstasse oder zu Tampons greifen.

Um deinem Körper etwas Gutes zu tun, achte stets auf die Qualität dieser Hygieneartikel. Bio-Tampons bieten dir Sicherheit und belasten deinen Körper nicht durch synthetische, verarbeitete Materialien.