Periode kommt zu früh oder spät: Was hinter der Zyklusstörung steckt

Bis zu einem gewissen Grad sind Zyklusschwankungen normal. Die Annahme, ein „normaler“ Zyklus habe immer 28 Tage, hält sich zwar hartnäckig, aber die wenigsten Frauen haben einen „normal langen“ und immer gleichen Zyklus. Wichtig zu wissen: Zyklusschwankungen treten fast immer in der ersten Zyklushälfte auf, also vor dem Eisprung. Die zweite Zyklushälfte hat eine nahezu feste Länge.

Wann ist der Zyklus unregelmäßig?

Von einer Zyklusschwankung spricht der Arzt, wenn der Zyklus kürzer als 23 Tage oder länger als 35 Tage andauert. Wenn der Zyklus regelmäßig mehr als acht Tage schwankt, ist ein Besuch beim Arzt empfehlenswert. Bewegen sich die Schwankungen innerhalb dieser Grenzen, ist das ganz normal. Die Zykluslänge wird vom Zeitpunkt des Eisprungs bestimmt. Wenn dieser stattgefunden hat, ist die Zeit bis zur Periode meist gleich – circa 16 Tage. 

Was bedeuten die Schwankungen für den Eisprung?

Wenn die Periode zum Beispiel nach unter 20 Tagen beginnt, dann hat der Eisprung sehr früh stattgefunden – zwischen dem achten und zehnten Tag. Dauert es ausgesprochen lange bis zur Menstruation, dann war der Eisprung entweder einige Tage später oder hat möglicherweise gar nicht stattgefunden. Auch ohne Eisprung kann es zu Blutungen kommen – nachzulesen in unserem Artikel zum Thema Blutungsarten. Ein ausbleibender Eisprung entsteht meist durch einen Progesteronmangel.

Welche Ursachen haben die Schwankungen?

Es kann unterschiedliche Gründe für die Verschiebung oder das Ausbleiben des Eisprungs geben. In den meisten Fällen spielt ein hormonelles Ungleichgewicht eine entscheidende Rolle. Weitere wichtige Faktoren können sein:

  • Absetzen der Pille
  • stressige Lebensphasen
  • Diäten
  • Fehlgeburten
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • starkes Unter- oder Übergewicht
  • chronische Entzündungen
  • PCO-Syndrom
  • psychische Faktoren
  • extreme sportliche Belastung

Wie kann man Zyklusschwankungen vorbeugen?

Wenn eine psychische Belastung die Ursache für die Störung ist, hilft jede Art von Entspannung beispielsweise mit Yoga. Eine ausgewogene Ernährung und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können helfen, den Körper bei der Stabilisierung des Zyklus zu unterstützen. Immer mehr Studien belegen die besonders positive Wirkung von kohlenhydratarmer oder auch ketogener Ernährung auf hormonelle Störungen. Außerdem helfen Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel die Yamswurzel hat eine ausgleichende Wirkung. Da Yamswurzel-Präparate wie Yams+ von Ovy Diosgenin enthalten, fördern sie die Progesteron-Produktion und unterstützen damit das hormonelle Gleichgewicht.